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Nord- Mittel- SüdamerikaReisen

Die Reise zum Ende der Welt

Unsere Fahrt durch Patagonien und zum Kap Hoorn

Wir sind auf dem Kreuzfahrtschiff Zaandam und wollen Patagonien mit seinen vielen Fjorden, die kleinen einladenden Städte und Dörfer, die ganz besondere Tierwelt erleben. Da wir Südamerika überhaupt nicht kennen, entscheiden wir uns für eine Kreuzfahrt; denn die wirklichen landschaftlichen Highlights sind sehr schwer über Land zu erreichen. 

Wir sind  keine typischen Kreuzfahrer, aber einmal im Leben Kap Hoorn sehen… oder gar umfahren, das geht nur per Kreuzfahrt. Natürlich könnte man auch andere Fortbewegungsmittel wählen, wie zum Beispiel kleinere Schiffe oder mit dem Auto die Landroute befahren. Aber als total unerfahrene Südamerikatouristen starten wir jetzt erst einmal die klassische Kreuzfahrt Tour.

Die Reise beginnt in Buenos Aires

und wir verbringen dort zwei erlebnisreiche Tage https://funbeachdive.de/10-gruende-warum-du-buenos-aires-gesehen-haben-musst

Wir checken auf der Zaandam ein und bereiten uns auf unsere 15 tägige Tour vor.

Mit dem Schiff über die riesige Mündung des

Rio de La Plata nach Montevideo

der Hauptstadt von Uruguay. Hier organisieren wir auf eigene Faust die Stadterkundung und erreichen schnell zu Fuß die bekannten Sehenswürdigkeiten.

Palacio Salvo an der Plaza Independencia

Das ungewöhnliche Gebäude wurde von einem italienischen Brüderpaar in Auftrag gegeben und war im Oktober 1928 am Tag der Einweihung mit seinen 105 Metern Bauhöhe lange Zeit das höchste Gebäude Südamerikas. 

Das Palacio Salvo an der Plaza Independencia

In der alten Markthalle Mercado del Puerto genießen wir die Stimmung und Geselligkeit und gönnen uns zum Mittagessen ein leckeres und zartes Steak. 

Mercado del Puerto

Mercado del Puerto

Mercado del Puerto

Nach dem leckerem Essen in der Markthalle schlendern wir durch die Fußgängerzone zurück zum Schiff. Denn jetzt startet die zweitägige Reise auf See nach Puerto Madryn, Hafenstadt und Tor zum

UNESCO Weltnaturerbe der Halbinsel Valdéz

Auf der patagonischen Halbinsel ist die Tierwelt einzigartig. Die Peninsula Valdéz wurde deshalb zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Das Innere der Halbinsel besteht aus einer trockenen Steppenlandschaft, die von den Verwandten der Lamas, den Guanacos, besiedelt ist. 

Auf der Valdéz-Halbinsel lassen sich wilde Tiere, wie Seelöwen, Seeelefanten und Robben, die in riesigen Kolonien an Stränden und in Buchten leben, hervorragend beobachten. Eine Familie von Orcas, die hier einen Teil des Jahres verbringt, hat eine einzigartige Jagdstrategie entwickelt: Die Wale lauern am Strand, um Seelöwen und -elefanten zu fangen. 

Leider ist die Zeit der Erkundungen bei einer Kreuzfahrt sehr begrenzt. So haben wir nur einen Tag Zeit, die wunderschöne Halbinsel mit seiner Tierwelt kennen zu lernen.  

Das Schiff startet am gleichen Abend die Fahrt in die Magellanstrasse. Die Entdeckung der Magellanstraße war für die spätere Seefahrt ein Segen. Sie ersparte die gefährliche Passage, vorbei am berüchtigten „Kap Hoorn“. Zu verdanken ist die Entdeckung der Flotte des portugiesischen Kapitäns Ferdinand Magellan, der für die spanische Krone die Welt umsegelte. Als wir von der atlantischen Seite in die Magellanstraße einbiegen, erreichen wir eine landschaftlich fantastische Meerenge mit zahlreichen Inseln und Seitenarmen zwischen dem südamerikanischen Festland und südlichen Inseln, vornehmlich der Inselgruppe Feuerland.  

Isla Magdalena

Von Punta Arenas unternehmen wir einen Ausflug zur Isla Magdalena. Die Flora der Insel beschränkt sich auf einige spärlich wachsenden Gräser. Sie gilt als wichtiges Brutgebiet für Pinguine, Kormorane und verschiedene Möwenarten. Von Oktober bis März wird die Insel von über 60.000 Magellan-Pinguinpaaren besiedelt. Für etwa eine Stunde kann die gesamte Insel mit ihren possierlichen Bewohnern erkundet werden. Die Pinguine graben ihre Nester in den Boden unter Grasbüscheln, spazieren unbekümmert über die Insel und lassen sich aus nächster Nähe betrachten und fotografieren – ein Naturerlebnis der besonderen Art. Lediglich die markierten Wege dürfen nicht verlassen werden und berührt werden dürfen die Pinguine natürlich auch nicht.

Zurück an Bord der Zaandam geht die Reise weiter durch die

Magellan Straße

Wir erleben vom Schiffsdeck aus eine grandiose Natur. Die Landschaft, die Fjorde, die schneebedeckten Berge, teilweise mit riesigen Gletschern bedeckt, versetzen uns in eine noch nie dagewesene Euphorie. Tränen schießen uns in die Augen, so überwältigend und schön haben wir uns die Natur nicht im Traum vorstellen können. Wir fotografieren wie die Wilden und richten unsere Objektive auf immer wieder noch schönere Naturhighlights. 

Wir befahren den Kanal Richtung Gletscher. Die Fahrrinne macht einen Linksknick und dann erscheint er.

Brujo Glacier

einer der größten Gletscher Südamerikas.  Kleine Eisschollen kommen uns entgegen und der Brujo leuchtet und funkelt. In den  Furchen und Zacken zaubert die Natur die unglaublichsten Farben hervor, die wie ungeschliffene Aquamarine und Saphire strahlen.

 

Wir erreichen nach einer traumhaften Schifffahrt durch die Fjorde über die Magellanstraße die Pazifikküste, um dann bald wieder in den Beagle Kanal einzubiegen. Zum Luft holen haben wir keine Zeit. Wir erreichen die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia. 

Ushuaia

ist die Hauptstadt des argentinischen Teils von Feuerland, dem Archipel an der Südspitze Südamerikas. Die spektakulär an einem Berghang direkt am Beaglekanal liegende Stadt mit etwa 57.000 Einwohnern vermarktet sich erfolgreich als das “Ende der Welt“. 

Am Kap Hoorn

treffen der Atlantik, der Pazifik und die südlichen Weltmeere aufeinander, wodurch die legendären stürmischen Wetterverhältnisse bedingt werden. Orkanböen und Wellen, die eine Höhe von 10-stöckigen Gebäuden erreichen können sind keine Seltenheit. Jahrhundertelang stellte die Wasserstraße am Kap Hoorn den einzigen Seeweg zwischen Pazifik und Atlantik dar. Aus dieser Zeit stammt auch der Beiname des Kaps „Ende der Welt”. Zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert kenterten ungefähr 800 Schiffe in und um das Kap Hoorn und tausende Seeleute verloren ihr Leben. Diese Unglücke zählen zum traurigen Teil der Geschichte der Region, an die heutzutage das 1992 errichtete Albatross-Denkmal am Kap Hoorn erinnert. 

Wir haben Glück; das Meer ist ruhig und wir können fasziniert von Deck aus sehen, wie der riesige südamerikanische Kontinent hier in einem einzigen Felsbrocken endet. Ein Traum wird wahr; wir umfahren das Kap Hoorn zwei Mal. Ein Gänsehaut-Moment, als das Schiffshorn die Ankunft am südlichsten Teil Südamerikas verkündet.

Weiter geht die Reise an der chilenischen Küste entlang nach Norden. Unser Ziel wird San Antonio sein. Die Sonne scheint und die Temperaturen steigen an, so dass wir die Seetage am Pool in der Sonne geniessen. An uns vorbei ziehen die schneebedeckten Anden. Zu unserer Begeisterung tummeln sich im Meer viele Wale und Delphine.

Leider geht die Schiffsreise viel zu schnell zu Ende und wir checken aus und  fahren direkt mit dem Taxi vom Hafen in die 100 km entfernte Hauptstadt

Santiago de Chile.

Hier werden wir noch zwei Tage verbringen und die Stadt erkunden, um dann die am weitesten entfernte Insel, die Osterinseln https://funbeachdive.de/rapa-nui-die-geheimnisvolle-insel-im-pazifischen-ozean zu besuchen.

Ein chilenisches Sprichwort sagt: Alles, was der liebe Gott nach der Erschaffung der Erde übrig hatte, kehrt er zu einem schmalen Haufen zusammen und erschuf damit dieses Land: Chile.

Der liebe Gott hat ganze Arbeit geleistet!

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